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Bezirkstags-Präsident missachtet Gremien

Kein Sparkurs ohne demokratische Beteiligung. Bezirkstagspräsident will offenbar eigenmächtig Fakten schaffen. SPD bringt Kürzungspläne für den Fränkischen Sommer auf die Tagesordnung des Kulturausschusses am 2. März in Muhr am See

Mit großer Verärgerung hat die SPD-Fraktion im mittelfränkischen Bezirkstag die Äußerungen des Bezirkstagspräsidents über eine geplante drastische Reduzierung des Konzertangebots im Fränkischen Sommer zur Kenntnis genommen. Nicht einmal eine Woche vor der Kulturausschuss-Sitzung am 2. März 2010 in Muhr am See hat der Bezirkstagspräsident, ohne Diskussion und ohne die Meinungen im Kulturausschuss überhaupt anzuhören, eigenmächtig vorgegeben, wie der Fränkische Sommer zukünftig gestaltet sein soll.

Für Fraktionsvorsitzenden Fritz Körber stellt diese Vorgehensweise eine Missachtung der politischen Gremien dar. „CDU, CSU und FDP haben damit gezeigt, wie sie Kulturpolitik verstehen“, sagt Körber. „Die Parteien, die den Hoteliers eine Milliarde Euros geschenkt haben, beklagen jetzt den Geldmangel und kürzen die Ausgaben für kulturelle Zwecke“, erklären Körber und Dr. Horst Krömker, SPD-Sprecher im Kulturausschuss. Für Krömker hat sich der Fränkische Sommer zu einem „Leuchtturm der Kultur in Franken“ entwickelt. „Dieses nicht nur kulturpolitisch wertvolle Gut aufs Spiel zu setzen, wäre ein großer Fehler und würde die Kulturarbeit des Bezirks um Lichtjahre zurückwerfen“, warnt Horst Krömker.

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